Der Labrador

Labrador Retriever sind vielseitig einsetzbare Hunde. Ob als Jagd-, Blinden-, Rauschgiftsuch- oder Rettungshund, der Labrador ist hierfür sehr gut geeignet. Aber auch als Familienhund ist der „Labi“, wie er liebevoll genannt wird, die perfekte Wahl.

Wesen

Labrador Retriever haben ein freundliches Wesen, Agressivität oder Ängstlichkeit sind ihnen fremd.

Sie sind ausgeglichen, aber auch sehr begeisterungsfähig. Ihre Wasserfreudigkeit ist legendär. Sie sind intelligent, eifrig und willig, mit einem großen Bedürfnis ihrem Besitzer Freude zu bereiten. Das macht sie zu einem anpassungsfähigen, hingebungsvollen Begleiter des Menschen.

Geschichte

Bereits im 17. Jahrhundert gab es an der Küste Neufundland’s Hunde die den Jägern und Fischern bei ihrer Arbeit halfen. Diese Hunde zeigten eine ausgeprägte Freude beim Apportieren und eine angeborene Liebe zum Wasser. Diese Eigenschaften im Allgemeinen, sowie ihr wasserabweisendes Haar, die otternähnliche Rute, ihre vorzügliche Nase und ihr weiches Maul im Besonderen, machten sie zu idealen Arbeitshunden, egal ob als Jagdbegleiter an Land oder bei der Arbeit im Wasser.

Die Vorfahren des modernen Labrador Retrievers wurden Anfang des 19. Jahrhunderts von englischen Fischern von Kanada nach England gebracht. Dort fanden dann Einkreuzungen von anderen englischen Jagdhundrassen statt, sodass Großbritannien als das Ursprungsland des heutigen Labrador Retrievers gilt.

FEDERATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE

20.01.2012 / DE

FCI – Standard Nr. 122
URSPRUNG: Großbritannien
DATUM DER PUBLIKATION DES
GÜLTIGEN OFFIZIELLEN STANDARDS:
13.10.2010
VERWENDUNG: Apportierhund
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 8
Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
Sektion 1
Apportierhunde
Mit Arbeitsprüfung

Quelle: http://www.fci.be/Nomenclature/Standards/122g08-de.pdf

Haltung

Der Labrador Retriever ist ein aufgeweckter, lernfreudiger Hund, dabei ist er aber sehr ausgeglichen und unerschrocken. Wird seinem ausgeprägten Bewegungsbedürfnis Rechnung getragen, ist er relativ leicht zu erziehen und auszubilden. Mit den Menschen gemeinsam zu arbeiten macht ihm Freude. Er sollte daher rassetypisch beschäftigt werden. Gezüchtet wurde der Labrador zur jagdlichen Verwendung. Er soll geschossenes Flugwild, wie zum Beispiel Fasan, Rebhuhn, Ente und kleineres Haarwild, wie etwa Kaninchen und Hase zurückbringen (to retrieve). Aber nicht jeder Besitzer eines Labradors möchte seinen Hund jagdlich führen. Dennoch bieten sich ihm zahlreiche Möglichkeiten den Labrador nach dessen Bedürfnissen und Fähigkeiten zu beschäftigen. Eine gute Beschäftigungsmöglichkeit, die den ursprünglichen Aufgaben dieser Rasse am nächsten kommt, ist das Apportiertraining.

Eine Ausbildung zum Therapiehund ist für den Labrador ebenfalls sehr geeignet. Man sollte den Hunden auch ausreichend Gelegenheit geben seine Wasserfreudigkeit auszuleben, aber auch für Spurensuche und Fährtenarbeit lassen sie sich schnell begeistern.

Natürlich kann man mit seinem Labrador auch das vielfältige Trainigsangebot der Regionalgruppen des Labrador Club Deutschland e.V. und des Deutschen Retriever Club e.V. nutzen.

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Wichtig vor allem aber ist:
Der Labrador Retriever möchte immer und überall dabei sein! Er liebt seine Menschen und fühlt sich nur wohl, wenn er nahe bei ihnen sein darf. Deshalb ist der Labrador für die Zwingerhaltung völlig ungeeignet. Dort würde der sanfte, feinfühlige Hund leiden und seelisch verkümmern.

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