Labradore sind hoffnungslos verfressen, von Anfang an!

Eine Kurzgeschichte, von Frauchen erzählt:

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Unser Bobby ( La-Luna’s Starlight Eyecatcher ) war damals erst elf oder zwölf Wochen alt. Er war der süßeste, knuffigste Wonneproppen, den man sich vorstellen konnte, ganz ähnlich den kleinen gelben Labrador-Welpen aus der Werbewelt.

Ich erinnere mich noch genau daran, es war ein ganz normaler Wochentag im Juni. An diesem Tag fuhren wir zu einem Gewässer in der Nähe unseres Wohnortes .

An diesem See also, treffen sich hauptsächlich Hundebesitzer , denn das Baden ist dort für Menschen nicht zu empfehlen. Hunde jeden Alters und Größe toben dort ausgelassen herum. Es wird gebadet und gespielt.

Kaum waren wir dort angekommen, befreundete sich der kleine Bobby schnell mit einem großen, erwachsenen Mischlingshund, und rennt fröhlich mit ihm am Strand entlang. Unweit der beiden neuen Freunde saß eine junge Familie mit Kind auf einer Decke und picknickte.

Schon kurze Zeit später, wird der andere Hund von seinem Herrchen zurückgerufen, weil seine Leute nach Hause gehen wollten. Der fremde Hund läuft also prompt zu seinem Herrchen und Bobby spurtet spielerisch hinter ihm her. Unser Kleiner hatte sich schon viel zu weit von uns entfernt.

„Na, na“, dachte ich nur, holte die Pfeife raus und pfiff, den mit Bobby bereits viele Male eingeübten, „Komm-zurück-Pfiff“. Bobby kam tatsächlich zurück, wie der Wind sauste er heran. Wir alle waren bereits frohen Mutes, ob seiner Folgsamkeit.

Doch urplötzlich bremste Bobby in Höhe der jungen Familie, die auf der Decke saß, ab, sprang mitten in die Szenerie, schnappte sich etwas, und nahm sogleich seinen Weg in unsere Richtung wieder auf. Das ging alles blitzschnell! Bei seinem Frauchen angekommen, zeigte er mir stolz seine Beute: eine runde Reiswaffel!

DSC04041aAls die ganze Sache passierte, sprang die Frau von der Decke auf und schrie:

“ Nehmt dieses gefährliche Tier an die Leine !“
(So habe ich es in meiner Erinnerung)

Was sollte ich da nur machen? Ratlos betrachtete ich die Waffel in meiner Hand. Dann aber brachte ich kurz entschlossen der Familie die Reiswaffel zurück und entschuldigte mich bei ihnen. In der Aufregung vergaß ich doch ganz und gar, dass mein Welpe die Leckerei bereits im Fang gehalten hatte. Ich erfuhr von der Mutter, dass sie Angst vor Hunden hätten, und ich stellte mir daraufhin den gesamten Heimweg über die Frage, wieso diese Menschen dann unter tobenden Hunden gepicknickt hatten?

DSC04271a_Medium Diese Frage wurde nie geklärt, und unser Bobby war von nun an der kleine Reiswaffel-Dieb!

Nachwort: Seitdem ist schon etwas Zeit vergangen, unser Großer ist nun gut erzogen und wartet brav auf Erlaubnis von Herrchen oder Frauchen, wenn er etwas Fressbares nehmen möchte 😉

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